Amazon Cloud für Behörden und Verwaltung?
Gemäss diesem Blog Artikel will sich Amazon intensiver um Kunden aus Behörden & Verwaltung kümmern und habe dazu eine Niederlassung in Washington D.C. eröffnet. Auch wenn es sich hier wohl noch nicht um eine sehr wichtige Initiative handelt, scheint es schon so zu sein, dass man bei Amazon der Meinung ist, dass gerade auch Behörden von den tieferen Kosten und der höheren Flexibilität von Cloud Services profitieren sollten.
Wenn ich jeweils behaupte, dass in Zukunft mehr oder weniger jede Geschäftssoftware in der Cloud laufen wird, werden mir als Gegenbeispiele fast immer die öffentliche Verwaltung zusammen mit den Banken genannt. Diese beiden Zielgruppen, so wird gesagt, werden nie in die Cloud umziehen.
Und in der Tat, erachte ich es derzeit auch als sehr schwer, Verwaltungseinheiten dazu zu bringen, ihre Lösungen in der Cloud zu betreiben oder von dort Anwendungen als Service zu beziehen. Doch es gibt auch in der Schweiz mindestens eine Abteilung in einem Kanton in der Romandie von dem ich weiss, dass sie salesforce.com nutzen; und auch viele kleinere Gemeinden beziehen ihre CMS-Lösung für die Pflege ihrer Website oft und schon seit längerem im SaaS-Model.
Es gibt sie schon, die Cloud Pioniere in der Verwaltung, aber es wird nicht einfach werden, den grossen Rest davon zu überzeugen. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass die Infrastruktur as a Service Komponenten schneller Einzug in die Verwaltung finden werden, als Platform oder Software as a Service. Es ist wohl für einen Informatikverantwortlichen einer Behörde einfacher sich vorzustellen, zum Beispiel eine Wiki-Applikation unter eigener Kontrolle innerhalb der Amazon Infrastruktur zu betreiben, als das SaaS-Produkt Google Sites einzusetzen. Es wird aber auch da nur eine Frage der Zeit sein, bis Standardanwendungen im SaaS Modell genutzt werden und die Platform bzw. die Infrastructure as a Service Lösungen nur noch bei Spezialanwendungen zum Einsatz kommen.





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