Auch in der Cloud bleiben wir verantwortlich für unsere Daten
Die T-Mobile/Sidekick Geschichte hat wiedereinmal die Frage nach der Sicherheit vor Verlust der Daten in der Cloud aufgeworfen.
Warum sollten wir normalerweise Backups unserer Daten anlegen?
Aus dem einfachen Grund, weil die Daten verloren gehen können. Daten können verloren gehen, weil das Speichermedium defekt ist, oder weil die Daten versehentlich oder absichtlich gelöscht wurden.
Ein professioneller Cloud Computing Anbieter wird auf jeden Fall dafür sorgen, dass keine Daten verloren gehen, wenn ein Speichermedium ausfällt, und die Qualität einer Software als Service zeichnet sich auch durch die Funktionen aus, welche ein versehentliches Löschen verhindern oder rückgängig machen können.
Doch auch wenn Salesforce, Amazon, Google & Co. mehrere Datenzentren betreiben und uns erklären, dass die Daten über die Kontinente hinweg redundant abgespeichert werden. Und auch wenn wir gefragt werden ob wir wirklich löschen wollen, und die Daten auch nach dem Löschen noch im Papierkorb in der Cloud liegen: Wir bleiben für unsere Daten verantworlich. Wir müssen das Risiko des Datenverlustes abwägen und entsprechende Vorkehrungen treffen, je nachdem wie hoch wir das Risiko einschätzen und wie wichtig die Daten sind.
Das ist ziemlich genau dieselbe Situation wie beim Geld auf der Bank. Natürlich glauben wir der Bank, dass sie das sie unser Vermögen sicher aufbewahrt, und es gibt manchmal sogar staatlichen Schutz bis zu einem bestimmten Betrag. Doch auch hier bleibt es in unserer Verantwortung, ob wir zum Beispiel alles Geld bei einer einzigen Bank aufbewahren oder bei mehreren. Diese Entscheidung wird auch davon abhängen, um welche Bank es sich handelt, und in welchem Land sich diese befindet. Eine Risikoabwägung eben.
Das Risiko, dass meinen Daten bei Amazon, bei Google oder bei Salesforce aufgrund technischer Probleme nicht mehr verfügbar sind, stufe ich im Vergleich zu einer Lösung mit einer oder mehrerer eigenen Harddisks als viel kleiner ein. Dass sie aufgrund von Manipulationen durch einen Menschen, durch mich z.B. nicht mehr verfügbar sind, ist aber wohl etwa gleich gross wie bei einer on premises Lösung.
Bei anderen Anbietern, die ich nicht so gut kenne, stufe ich das Risiko plötzlich nicht mehr auf die Daten zugreifen zu können als relativ hoch ein.
Darum mache ich bei allen Cloud Anbietern auch Exporte der Daten, die mir wirklich wichtig sind und speichere Sie bei anderen Anbietern sicherheitshalber nochmal ab. Ich habe mir hierzu vor etwas mehr als einem Jahr einmal Gedanken gemacht, dass wir solche Backup Dienste in der Cloud brauchen.
Darum achte ich darauf, dass die Angebote die ich nutze, eine einfache Möglichkeit des Exports der Daten bieten und zwar sowohl via GUI wie auch via API.
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