Bildbearbeitung online - 4 x Image Editing Software as a Service
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass man für die meisten einfachen Bildbearbeitungsaufgaben keine Software mehr lokal installieren muss, sondern einen online Bildeditor einsetzten kann. Es gibt mittlerweile sehr viele solcher Angebote im Internet, wobei aber nur die wenigsten wirklich brauchbar sind. Ich kenne vier nützliche und gute SaaS Image Editoren.
Die vier Produkte heissen:
Persönlich nutze ich vor allem picnik regelmässig und Splashup hin und wieder.Alle vier online Bildeditoren verfügen über die wichtigsten Standardfunktionen, die von einem solchen Programm allgemein erwartet werden. Auf diese werde ich nicht weiter eingehen, sondern im folgenden Beitrag auf die eine oder andere Besonderheit der Online Bildbearbeitung aufmerksam machen.
Bilder laden und speichern, direkt auf Flickr, Picasa & Co.
Mit Flickr, Picasa und anderen Fotosharing Communities ist es üblich geworden, Bilder und Photos online zu speichern. Da wäre es natürlich ein unnötiger Umweg, Bilder die online gespeichert sind, zuerst auf den lokalen Desktop zu kopieren und von dort zum online Bildbearbeitungstool hochzuladen. Da die meisten grossen Fotosharing Sites API's anbieten liegt es auf der Hand, dass die online Bildeditoren Funktionen zum laden und speichern von Bilddateien direkt aus den Fotosharing Communities bereitstellen. Alle vier Lösungen verfügen über diese Funktionalität, wobei Fotoflexer und Picnik mehr verschiedene online Fotoalben unterstützen als Photoshop Express und Splashup. Bei allen dabei sind: Flickr und Picasa. Facebook wird von Picnik, Fotoflexer und Splashup unterstützt. Die Anbieter fügen aber laufend neue Services hinzu, auf die zugegriffen werden kann.
Sinnvoll ist auch, dass sowohl der online Storage Anbieter box.net wie auch die Fotosharing Community Flickr, picnik als Service direkt integriert haben. Das bedeutet, dass Bilder, die auf Boxnet oder auf Flickr liegen, von dort, mit einem Klick in picnik editiert und wieder gespeichert werden können. Fotoflexer hingegen ist bei Photobucket integriert.
picnik bietet als einziger Anbieter zudem noch Browsererweiterungen für Firefox und IE an, die es ermöglichen einzelne Bilder auf Websites, oder ganze Website Screenshots über das Kontextmenu direkt an den picnik editor für die weitere Bearbeitung zu senden. Ich habe zu dieser sehr nützlichen Funkion letztes Jahr einen kurzen Beitrag mit Video gepostet.
Mehrere Bilder editieren und Elemente kopieren
Die online Bildeditoren wurden in erster Linie dazu konzipiert, ein einzelnes Bild schnell und ohne viel Aufwand zu bearbeiten. Vergrössern, verkleinern, Bildausschnitt ändern, Farben, Helligkeit und Kontrast anpassen und so weiter. Hin und wieder kommt es aber vor, dass man Elemente aus mehreren Bildern kombinieren möchte. Damit das funktioniert, muss der Online Bildeditor das gleichzeitige Bearbeiten von mehr als einer Grafikdatei ermöglichen, sowie Werkzeuge für die Auswahl, sowie das Kopieren und Einfügen ausgewählter Bildausschnitte und idealerweise das Management von Bildebenen (Layers) bereitstellen. Zurzeit bieten nur Fotoflexer und Splashup diese Funktonalität, die ich bei picnik äusserst vermisse, an.
Bedienung & Usability
Alle vier Lösung sind in intuitiv und einfach zu bedienen. Je mehr Möglichkeiten die Anwendungen bieten, desto komplexer wird allerdings auch die Bedienung. Obwohl Fotoflexer, Splashup und Adobe Photoshop Express eher an klassische Desktop Bildbearbeitungsprogramme erinnern, empfinde ich picnik einfacher und übersichtlicher. Gerade auch ungeübte Nutzer verstehen auf Anhieb wie sie mit picnik die wesentlichen Aufgaben angehen können.
picnik Screenshots
Free und Premium Services oder was kosten die online Bildbearbeiter?
Alle 4 erwähnten Anbieter bieten einen kostenlosen Service an. picnik ist derzeit der einzige der Gruppe, der auch einen Premium Service für 25 USD / Jahr anbietet. In diesem Premium Service sind vor allem zusätzliche Filter enthalten und ich denke nicht, dass sich da viele User dazu haben animieren lassen auf den Premium Service zu wechseln.
Zurzeit kann man seine Bilder also mehr oder weniger kostenlos online bearbeiten. Das wird aber kaum für immer so bleiben. In der Regel ziehe ich für den regelmässigen Einsatz, bezahlte Dienste den kostenlosen vor. Im Bezug auf die online Bildbearbeitung sehe ich das aber nicht so kritisch. Hier ist es viel wichtiger, wo die Bilder gespeichert sind. Wenn mein Liebliengsanbieter plötzlich Pleite gehen würde und eines Tages nicht mehr verfügbar wäre, dann wäre das zwar schade, aber kein wirkliches Problem.
Einsatzgebiete und Nutzen
Im privaten Umfeld, wird es meistens darum gehen, Fotos zu verbessern bzw. zu bearbeiten. Insbesondere wenn die Fotos online gespeichert werden, liegt der Einsatz eines Software as a Service Bildeditors auf der Hand. Aber auch im geschäftlichem Umfeld wird oft mit Bildern gearbeitet. Die eigene Website oder der Online Shop muss gepflegt werden, Bilder werden in Präsentationen verwendet, usw. Da gibt es oft den Bedarf, diese Bilder schnell und unkompliziert zu bearbeiten. Und auch in diesen Fällen ist es natürlich viel einfacher einen online Dienst zu nutzen, als eine lokale Anwendung, insbesondere wenn die Aufgabe nur sporadisch auftaucht. Sogar die IT-Verantwortlichen werden es begrüssen, wenn die User solche Online Dienste einsetzen, anstatt versuchen schnell irgendeine Shareware zu installieren, die dann im schlechtesten Fall noch ein wenig Malware mitliefert.
Für Fotografie und Desing Profis sind die SaaS-Lösungen für die Bildbearbeitung noch keine wirklichen Alternativen zu professionellen Desktopanwendungen wie Photoshop & Co., für alle anderen allerdings schon. Und in nächster Zeit werden wir bestimmt auch Profianwendungen online sehen. Sliderocket hat mit seiner Präsentationslösung gezeigt, in welche Richtung es gehen wird.





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