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img_portrait_avg_01.jpgIch bin ein unabhängiger Cloud Computing bzw. Software as a Service Evangelist, schreibe auf diesem und anderen Blogs und hin und wieder in Fachzeitschriften, halte Vorträge und Seminare zu diesen und weiteren Themen, die mich interessieren. Bei MEDIAparx, PARX und PARTEKK war ich Mitgründer und bin dort wie auch bei der DMD2 im Verwaltungsrat.

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Cloud Computing & Software as a Service (SaaS) Blog

Montag
15Jun

Force.com Sites verfügbar, inkl. Gratisversion

Mit dem neuen Summer09 Release ist unter anderem auch Sites für Force.com nun allgemein verfügbar. Mit dieser Erweiterung der Plattform von Salesforce Inc. ist es möglich öffentliche Websites innerhalb der Force.com bzw. Salesforce.com Umgebung zu entwickeln und zu betreiben.

Force.com Sites wird nach Pageviews abgerechnet. Bei der Salesforce.com Enterprise Edition sind 500'000 Pages Views pro Monat im Preis inbegriffen, bei der Unlimited Edition sind es 1'000'000 Pages Views pro Monat.

Auf der US Website wird seit kurzem auch eine kostenlose Force.com Version angeboten, wieviele Page Views diese beinhaltet habe ich allerdings noch nicht herausgefunden. Es kann eine Applikkation mit bis zu 10 Objekten (Tabellen) mit 1 Gbyte Speicher und bis zu 100 Usern entwickelt werden.

Mittwoch
03Jun

Robert Scoble im Gespräch mit Jeff Barr von Amazon

Das Gespräch ist zwar schon von mehr als einen Jahr aufgezeichnet worden, und die Amazon Web Services haben in der Zwischenzeit einige Weiterentwicklugen erfahren, doch die Aussagen des Web Service Evangelisten Jeff Barr von Amazon sind immer noch richtig. Gerade für Start-Ups ist Cloud Computing der richtige Weg im IT zu nutzen.

Im Interview kommt übrigens auch zur Sprache warum, Amazon als Detailhändler sich dazu anschickt zu einem Major-Player im Cloud Computing Business zu werden.

Hier ist der Link zum Video bei FastCompany:

Dienstag
02Jun

Office 2007 Formate .docx und .xlsx in Google Docs

Meistens, wenn ich ein Office File per E-Mail zugeschickt erhalte, handelt es sich dabei um ein ".doc" oder ein ".xls" File. Mit Google Mail kann ich dann solche Attachements einfach direkt als Google Doc öffnen, ohne diese zuerst downloaden zu müssen. Einzig bei den  immer öfters eingesetzten neuen Office Formaten ".docx" und ".xlsx" musste ich jeweils noch das "richtige" MS Office bemühen. Seit kurzem ist auch dies nicht mehr nötig. Die Word 2007 und Excel 2007 Files mit dem zusätzlichen "x" am Filetype können nun auch problemlos nach Google Text & Tabellen importiert werden.

Dienstag
02Jun

OGF OCCI - Open Cloud Computing Interface Working Group des Open Grid Forum

Durch einen Eintrag auf dem Sun Cloud Computin Blog bin ich auf diese weitere Arbeitsgruppe gestossen, die sich daran machen will, die Interoperabilität und Mobilität im Zusammenhang mit Cloud Computing zu unterstützen. Sie nennnt sich Open Cloud Computing Interface Working Group (OCCI) des Open Grid Forum (OGF).

Die Gruppe will ein "Standard" API für Infrastructure as a Sercvice Angebote definieren, welches u.A. folgende Merkmale aufweisen soll:

  • Nutzern ermöglichen mit der Infrastruktur ad-hoc zu kommunizieren (start, stop, deploy, restart, usw.)
  • Den Integratoren erweiterte Management Services bieten.
  • Aggregatoren ermöglichen mit einem Interface mehrere Provider zu adressieren.
  • Providern ein Interface zur Verfügung stellen, welches mit anderen Anbietern und Werkzeugen von Drittherstellern kompatibel ist.

 

Freitag
29Mai

Einmal ohne IT Abteilung, immer ohne IT Abteilung

Es gibt in der Welt der Software as a Service Anbieter, zwei grundverschiedene konzeptionelle Lager. Die eine Seite bietet Ihre Produkte nur on demand an, man kann diese also nicht downloaden und bei sich installieren, sondern eben nur als Service beziehen. Salesforce.com, Google Apps, BasecampHQ, eigentlich alle erfolgreichen SaaS Anbieter arbeiten nach diesem 'reinen' Model. Ich habe in diesem Artikel hier bereits beschrieben, warum es SaaS Produkte nicht zum download gibt.

Im anderen Lager sind diejenigen, die aus dem klassichen on-premise Software Geschäft kommen, und aufgrund der zunehmenden Bedeutung von SaaS, meistens wiederwillig, Ihren bestehenden Produkten ein SaaS-Mäntelchen umschwungen haben. Ihre dadurch entstandene konzeptionelle Schwäche versuchen sie dann durch ein, auf den ersten Blick einleuchtendes Argument, zu übertünchen.

Das Argument heisst: On demand beginnen und später jederzeit auf on premise, also in-house wechseln können.

So heisst es zum Beispiel in einem Blogbeitrag von ERP Experten zu diesem Thema: "For instance, if you’re a start-up or small business, an on-demand accounting solution is ideal. You can pay a low monthly fee to license the software, and access it via the internet without having to buy any hardware or software, maintain cash flow. Then, as your business grows and you add users, it may make sense to establish an IT environment, add IT resources to your staff and bring the accounting solution in house."

Der wichtige Teil ist am Schluss des Abschnittes und heisst übersetzt in etwa:"Dann, wenn ihr Geschäft wächst und sie weitere Mitarbeiter haben, die ihre Software nutzen, macht es Sinn, eine eigene IT-Abteilung aufzubauen und IT-Fachleute einzustellen um die on demand Lösung heim zu bringen, in die eigenen vier Wände."

Mit Verlaub, das ist natürlich ziemlicher Schwachsinn. Warum sollte das jemand tun wollen? Stellen sie sich vor, sie beginnen ein Unternehmen oder auch nur eine neue Abteilung aufzubauen und setzen, was heute zum Glück möglich ist, vollständig auf die Cloud. Wie froh werden sie sein, diesen Entscheid so getroffen zu haben, wenn ihr Geschäftsmodell funktioniert und sie wirklich wachsen? Sie können sich vollständig um ihr Business kümmern und werden wohl kaum viel Interesse daran entwickeln eigene IT-Leute einzustellen, oder? Nein, wer einmal ohne IT-Abteilung lebt, wird sich sicher keine Aufbauen wollen.

Und noch ein Wort zu den Menschen, die in IT-Abteilungen arbeiten. Ich komme selber aus dieser Ecke, und ich möchte niemandem zu Nahe treten. Ich gehe auch davon aus, dass jede Unternehmung Fachleute mit viel Know-how im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien braucht. Allerdings kaum jemand, der sich mit den neuesten Motherboards oder Windows Server Patches auskennt, sondern Leute die zeigen können, wie mit ICT Nutzen gestiftet wird, wie die verschiedenen Systeme in der Cloud zusammen eingesetzt werden können usw. Wer sich jetzt entsprechend weiterentwickelt wird auch in Zukunft viele spannende Arbeit findet, wer nicht, der endet wie die Mainframe Supporter, die den Schritt zum PC Netzwerk nicht gemacht haben. Davon habe ich einige gesehen, war nicht immer ein toller Anblick.

Donnerstag
28Mai

Box.net mit 3 neuen interessanten Features

Der Storage as a Server Anbieter box.net hat 3 neue Features bereit gestellt: Tasks, Global Folders und Custom Branding

Mit der Task Funktion kann man auf File Ebene anderen box.net Nutzern Aufgaben im Kontext des betroffene Files delegieren. Der Status des Tasks bleibt dann beim File Eintrag sichtbar. Wenn der Collaborator nicht in der eigenen Box.net Kontaktliste aufgeführt ist, können externe E-Mail Adressen verwendet werden. Neben den vorgebenen Task Namen können auch eigene erstellt werden. Leider funktioniert diese Funktion noch nicht auf Folder Ebene.

Global Folders bezeichnet die öffentliche Freigabe, bzw. das Publizieren eines kompletten Folders als Website unter einer individuell anpassbaren URL vom Format: http://www.box.net/[customname]. Es war schon länger möglich einen Folder zu sharen, neu ist die anpassbare URL. Komischerweise können nur die Folder auf erster Ebene als Global Folders publiziert werden. Ich habe hier schnell ein Beispiel eingerichtet: http://www.box.net/avginfoweek

Mit Custom Branding können Logo und Farben angepasst werden, allerdings nur für Business Kunden.

Box.net bietet mittlerweile ein nettes Set an Features für die Bereitstellung von und die Zusammenarbeit an Files. Ich nutze diesen Service oft, wenn es darum geht jemandem eine grössere Anzahl Dokumente zuzustellen, oder als PDF Speicher für das iPhone, für welches auch eine gut gemachte App angeboten wird.

Sehr nützlich ist auch das Widget, dass ich für jeden beliebigen Folder erstellen kann und welches für bestimmte Filetypen gleich auch den Player bereitstellt. Hier ein Beispiel mit einigen Songs Schweizer Popmusik:

Donnerstag
28Mai

Google Apps Script ist da (teilweise mindestens), byby MS Office

Wow, Google bringt mit Apps Script die Möglichkeit die Google Apps weitgehend selber um Funktionen zu erweitern. Das Ganze ist noch in einem sehr frühen Stadium wie Google auf dem Enterprise Blog schreibt, ist vorerst mal für die Spreadsheets (Tabellen) verfügbar und wird derzeit nur auf Anfrage freigeschaltet. Die Videos zeigen aber sehr schön, wohin die Reise führt.

Die fehlenden Scripting Möglichkeiten waren oft der Grund für ein "nogo" wenn Unternehmen sich überlegen auf Google Apps, anstelle von MS Office oder OpenOffice zu setzen. Und wieder verschwindet ein Argument der oldschool Fraktion im Nirwana.

Die Geschwindigkeit mit welcher sich die Cloud Anwendungen weiter entwickeln ist rasant. Wer heute glaubt, dass sich das nicht durchsetzen wird, weil irgend eine Funktion fehlt, der soll einfach morgen nochmal reinschauen :-)

Hier das erste von zwei Videos auf die Google im Blog Beitrag hinweist.

Donnerstag
28Mai

Google App Engine & Force.com rücken näher zusammen

Google und Salesforce haben ihre bereits bestehende, und äusserst sinnvolle Zusammenarbeit in der Cloud weiter intensiviert. So werden nun von den beiden Unternehmen sowohl Java als auch Python Libraries für den einfachen Zugriff auf die Force.com Web Services aus Google App Engine Applikationen, bereitgestellt. Es können sowohl Daten gelesen, wie geschrieben werden, was äusserst inteteressante Möglichkeiten für E-Business und Online Marketing Applikationen bietet.

Da Google App Enginge Applikationen auch in die Google Apps Suite integriert werden können, ist diese Ankündigung natürlich vor allem für Kunden die beide Cloud Services einsetzen interessant. Eine einfache Zeiterfassungsapplikation, zum Beispiel die auf die Kunden- und Projektdaten von Salesforce zugreift, die für CRM Nutzer innerhalb der Salesforce Anwendung verfügbar ist, für andere Mitarbeiter die keinen CRM Zugriff haben, aber einfach innerhalb der Google Suite, ist so sehr einfach zu realisieren.

Weitere Infos sind hier bei Salesforce zu finden. Unter anderem werden in einem, allerdings etwas langatmigen, Video die Möglichkeiten solcher Interaktionen aufgezeigt. An der derzeit stattfindenden Google I/O Entwickler Konferenz wird es auch eine spezielle Session dazu geben und ich gehe mal davon aus, dass wir davon bald ein Video auf Youtube finden werden.

Mittwoch
27Mai

Ein 64 Maschinen-Cluster für die Pharma Forschung für 6.40$

"Wir haben kürzlich einen 64 Maschinen starken Computer Cluster für die Bearbeitung von Bioinformatik Sequenzen gestartet und ihn nach Beendigung der Berechnungen nach 20 Minuten wieder runter gefahren. Das ganze hat uns mit Amazon EC2 6.40$ gekostet. Um aus dem Nichts zu einem 64-Maschinen Cluster zu kommen, bräuchten wir normalerweise 12 Wochen."

Diese Aussagen macht der Pharmakonzern Eli Lilly & Co im Artikel "The New Computing Pioneers" auf der Website "Chemical and Engeneering News". Der Artikel bringt einige Beispiele, wie die Pharmaindustrie Cloud Computing Services im Bereich Forschung & Entwicklung einsetzt.

Gerade dort wo temporär viel Computerleistung benötigt wird und in der Regel wenig Standardsoftware eingesetzt wird, ist Infrastructure as a Service die beste Alternative zur eigenen Vorhaltung solcher Hardware.

Dienstag
26Mai

Cloud Computing Reader: Small wins, 10 Things not to worry, Ubuntu in the Cloud, SaaS Waves, Life Saver

The New New Economy: More Startups, Fewer Giants, Infinite Opportunity
Chris Anderson, der Autor von "The Long Tail" und Wired Chefredaktor schreibt, dass die Zukunft nicht den grossen, sondern den kleinen, vernetzten Wirtschaftseinheiten gehört, und dass Cloud Computing einer der Treiber für die Dezentralisierung der Wirtschaft ist.

10 Things You Don't Need to Do In The Clouds

Bob Warfield freut sich, dass er sich nicht mehr um Dinge wie MIPS, Load Balancers, Server Stromverbrauch und weitere 7 solcher Themen kümmern muss, weil er ein Cloud Computing Nutzer ist.

Open Source and Cloud Computing Series: Canonical - An Open Source Company Embracing The Clouds

Krishnan Subramania analysiert die Cloud Services des Ubuntu Anbieters Canonical. Er kommt zum Schluss, dass die Firma richtigerweise beginnt solche Angebote zu lancieren, auch wenn sich der Markt noch in einem sehr frühen Stadium befindet.

The next wave of SaaS
Jim Frome erklärt warum die nächste SaaS Welle ansteht und alles bisher geschehene in den Schatten stellt. Insbesondere seine Erklärungen zu den Vorteilen von SaaS-Lösungen sowohl für den Kunden wie auch für den Anbieter sind lesenswert.

How the Cloud saved my life
Lee Provoust beschreibt warum er sich nach einem Crash der lokalen Harddisk keine Sorgen um seine Daten machen musste und welche SaaS bzw. Cloud Produkte er einsetzt. Ein bekanntes Szenario ich weiss, aber man kann es nicht oft genug wiedergeben.